Frage zur langfristigen Sicherung des österreichischen Pensionssystems?

Linke, wie rechte, wie liberale haben ein Problem.
Sie konstruieren sich die persönliche Wahrheit nach ihrer Ideologie ohne dabei im wissenschaftlich aufgeklärten Sinn einen seriösen Diskurs über vorhandene Daten und Fakten zu führen.
Sie wischen vorhanden Daten und Fakten, die nicht in ihr Konzept und ideologisches Weltbild passen einfach zu 90% weg, nur um ihre Ideologie als Primat durchzusetzen.
Linke ignorieren immer die erst durch Umverteilung entstande Ungleichheit und die Problematik der teilweise vollkommen fehlgeleiteten Umverteilung durch den Staat, liberale sind marktgläubig, obwohl die Subprime-Market-Krise, die geplatzte .COM-Blase und sonstige Wirtschaftskrisen und Blasen die Theorie des optimalen freien Markts klar widerlegen. Rechte sehen durch Migration hohe Kosten im Sozialsystem entstehen, obwohl dies auch durch Daten widerlegt ist. (Ich bin kein Fan von vollkommen ungeregelter Migration im Sinne einer Völkerwanderung, aber diese haben wir hier keinesfalls)
Diese Vorgehensweise ist in meinem Weltbild sowohl grausam als auch menschenverachtend.

Alterspyramide

Stell dir vor Österreich steht vor einer Pensionskatastrophe und alle gehen in Frührente.

Erwerb nach Alter
Im Alterssegment von 55-64 arbeiteten 2013 454.100 Erwerbstätige,
in der Altersgruppe von 45-54 arbeiteten 2013 1.160.200 Erwerbstätige.
Ohne Reform des Pensionssystem werden bis 2018 zirka 500.000 Beschäftigte in Rente gehen, bis 2023 werden es zirka 1.000.000 weniger der alten Einzahler ins System sein und ich weiß nicht wie viele nachrücken. Besonders waren die Löhne und SV-Beiträge dieser 1.000.000 alten Einzahler recht hoch, die nachfolgenden jüngeren sind schlechter entlohnt und es sind weniger.
Obwohl im Pensionssystem 4 Mrd. € eingespart werden, steigen die Kosten bis 2018 um 4 Mrd. € im Vergleich zu heute.
Die Soziale Gerechtigkeit die ich meineKosten der Pensionsversicherung 2013Budget 2013
Wir sehen die Kosten der Pensionsversicherung betrugen 2013 bereits 37 Mrd. €, hinzu kamen 10 Mrd. € aus dem Budget + etwa 9 Mrd. € für Beamtenpensionen.
37 + 10 + 9 = 56 Mrd. € Pensionskosten.
Das ist die Entwicklung einiger volkswirtschaftlichen Indikatoren seit 2000:
volkswirtschaftliche Indikatoren Österreich seit 200

​Quellen sind in meinem Blog angegeben
die gesamte Excel Tabelle können Sie hier herunter laden:  http://goo.gl/rp2gbw

Achtung bereits 2014 gibt es wesentliche Abweichungen, sowohl von der Anzahl der Pensionen, wie auch von der Höhe im Vergleich zum langfristig berechneten Modell 2060:

Auf diese Problematik wies Hannes Androsch seit 1977 hin:

Mich beschäftigt das schon 40 Jahre ungefähr – genau sind es jetzt 36 Jahre. Sie
finden das in den Unterlagen. In einem Vortrag im Herbst 1977 „Entscheidung für
morgen“ habe ich dieses Thema, das sich aus der demografischen Entwicklung, aus
der Verlängerung der Lebenserwartung bei gleichzeitig immer früherem
Pensionsantritt und immer größerer Anzahl von Frühpensionisten ergibt,
angeschnitten. Ich habe dann im Jahr 1980 – also ungefähr ein Jahr vor meinem
Ausscheiden aus der Regierung – einen Disput mit dem Sozialminister gehabt und
diesbezüglich den Kanzler bemüht. Dieser Briefwechsel, der Ihnen in Kopie auch zur Verfügung steht, hat damit geendet, dass der Kanzler gesagt hat: Wenn es einen
Streit zwischen dem Sozialminister und dem Finanzminister gibt, bin ich immer auf der Seite des Sozialministers. So.

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