VPI, Inflation, VWL Indikatoren und Marktpreise

VPI Inflation Marktpreise
Der Verbraucherpreisindex VPI2000 lag in Österreich tatsächlich unter den gemessenen jährlichen Inflationsrate (wie auch immer die ermittelt wird und welche Aussagekraft diese haben soll???).
Allerdings, wenn wir uns Österreichs Beitrag zu den €-Geldmengen M1 + M2 + M3, sowie ein par Preis-Indizes für Commodities und den ATX ansehen, wird klar:
Öl-, Gas- und Gold-Preis verhalten sich wie in einem freien Markt mit Angebot und Nachfrage (so leid mir das auch tut, selbst wenn dann bei Beginn der Weltwirtschaftskrise 2.0 2008 viele in Gold flüchteten und den Preis dadurch nach oben trieben)

Excel von Indikatoren mit Marktpreisen kann hier angesehen werden.

Die Preise für commodities haben nun mal mit Angebot (=Fördermenge, Verkauf) und Nachfrage der Realwirtschaft + Spekulationen an den virtuellen Märkten (inkl. Tricks von Goldman Sachs, das Aluminium zwischen 2 Lagerhallen herumkarrt um den Preis künstlich in die Höhe zu treiben) zu tun. Gold ist vielleicht eine Ausnahme, da manche diese commodity aus nostalgischen Gründen und “falscher Sicherheit” gerne auch als Anlageform verwenden, aber Öl- und Erdgas sind klassische Rohstoffe.

 

Um noch etwas anzumerken:
Nur weil sich die Basisrohstoffpreise meiner Ansicht und Wahrnehmung wie in einem freien Markt verhalten, heißt das nicht, dass das Marktmodell irgendeine allgemeine Gültigkeit hat / haben soll. Sicher sind Einkommen und Sparguthaben für die Kaufkraft und den prinzipiellen Rahmen an Präferenzen des einzelnen, aber auch für die ganze Volkswirtschaft entscheidend.

Im Gegensatz zu Rohstoffen verhalten sich industriell hergestellte Güter eher wenig nach Angebot und Nachfrage.
Bei zu wenig Nachfrage, verbilligt sich vielleicht das Angebot, aber bei zu viel Nachfrage bleibt der Preis meistens gleich.

2005 kaufte ich mit meiner Ex-Frau einen VW-Polo, der damals sehr beliebt war. Trotz der hohen Nachfrage, stieg der Preis natürlich nicht, VW brauchte einfach länger zum Liefern. Während andere Marken/Modelle in 2 Wochen verfügbar waren, wartete ich damals ganze 2 ;Monate auf das neu bestellte Auto. Die Schichtarbeiter in Wolfsburg schoben damals Überstunden bei der übermäßigen Nachfrage nach dem Modell. Es gab allerdings weder bei den Materialen irgendeine Knappheit oder eine Seuche, die Arbeitskräfte verknappte, VW konnte einfach mehr in etwas mehr Zeit problemlos produzieren. Nur die anderen Automobilhersteller senkten dann etwas ihrer Preise um auch ihren bereits produzierten Bestand los zu werden.

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