Posting des 1. Parteilosen zu Raiffeisen zensuriert

Die zynisch bissigen aber ungemein aufschlussreichen Postings des 1. Parteilosen werden in letzter Zeit häufig von der Tageszeitung “DiePresse” im Nachhinein entfernt.

Dieses Posting zu Raiffeisen will ich aber der community nicht vorenthalten.

Ich holte es mir aus dem Google Cache:
GoogleCache

Hier findet ihr die letzten Postings des 1. Parteilosen in der Tageszeitung “DiePresse


Jetzt wird es für die Leverageweltmeister gefährlich – das Eigenkapital könnte blitzartig abfahren!

Die RLB hält ja mit einem einer Eigenkapitakquote von etwas über 10% hohe Beteiligungen an Unternehmen und auch einen Haufen NPLs.

Die jeweiligen Unternehmen der Beteiligungen haben dann aber wieder geringe Eigenkapitalquoten, der doppelte Leverageffekt wird also schlagend. Wenn das gehaltene Unternehmen eine Eigenkapitalquote von soliden 30% hat, die Eigentümerbank aber selber nur 10%, dann bleiben durchgerechnete 3% übrig! Die können ganz schnell abgefahren sein und eine Überschuldung (Insolvenzgrund) vorliegen!

Wenn man sich klarmacht, dass die RLB Haupteigentümer der Strabag ist, auch informiert ist, dass die Strabag als Holding tätig ist und wieder viele Beteiligungen (unklare Bewertung!) hält, dann wird das Höchstrisiko erkennbar. 3fach Levering? Die Alpine war ja ähnlich strukturiert wie die Strabag) und im Insolvenzfall war plötzlich eine reale Überschuldung von 4 Mrd. Euro da. Wenn das bei der Strabag ähnlich ist, die Strabag ins Straucheln kommen würde, dann würde alleine diese Beteilgung die ganze Konstuktion der RLB zusammenbrechen lassen.

Ich glaube der Strabag ein reales 10 Mrd. Vermögen / Bilanzsumme nicht, die 7 Mrd. Verbindlichkeiten schon.

Ich will damit nur sagen, dass das offensichtlich hohe Auslandsrisiko der RBI nicht alleine steht, es eine Fülle von Risiken gbt, welche auch innerhalb Österreichs zu finden sind.

Es bleibt wohl nur Hoffung: Gott schütze Österreich!

Antworten Schlaumaier 13.04.2015 22:33

Re: Jetzt wird es für die Leverageweltmeister gefährlich – das Eigenkapital könnte blitzartig abfahren!

haselsteiner investiert mittlerweile sein vermögen in conwert usw

alles klar eigentlich

Antworten emse1975 13.04.2015 16:00

Re: Jetzt wird es für die Leverageweltmeister gefährlich – das Eigenkapital könnte blitzartig abfahren!

Was ist das für eine Rechnung?

Das Unternehmen ist ja rechtlich unabhängig und muss daher seinen Gläubigern mit den 30% gerade stehen.

Bei der Bank wiederum vermischen Sie Aktiva (Unternehmensbeteiligung) mit Passiva (Eigenkapital). eine Rechnung a la 30% *10% =3% ist daher einfach falsch.

Antworten Antworten Parteiloser 1.2 13.04.2015 16:19

Re: Re: Jetzt wird es für die Leverageweltmeister gefährlich – das Eigenkapital könnte blitzartig abfahren!

Auch wenn Sie die Eigentümerverantwortung (Ethik?) total ausblenden, dann bleibt das Risiko am Ende genau nach meiner Rechnung.

Würde zB die Strabag in die Insolvenz müssen, dann würde der Teil in den Händen der RLB auf der Aktivaseite auf Null gesezt werden müssen. Wenn die Bewertung in den Büchern der RLB höher (ich gehe davon aus) ist als der Buchwert, dann wäre es ein noch dramtischerer Schaden als bei meiner einfachen Rechnung dargestellt!

Wenn die Aktiva abzischen, dann zischt aber immer auch das Eigenkapital der Passiva ab, weil das Fremdkapital ja wie ein Bock steht. Das bedeutet dann, dass der einen Insolvenz die nächste Insolvenz folgen muss.

Es stimmt schon, dass die von mir vereinfachte Rechnung nicht zu 100% stimmt und Unschärfen hat, als falsch kann man diese sicher nicht bezeichnen.

Vielleicht schauen Sie sich mal die Bilanz der RLB NÖ- Wien genauer an und setzen in der Bilanz die Strabagbeteiligumg einfach auf Null. Dann rechnen Sie die Kapitalseite (Passiva) neu und teilen mir das verbleibende Eigenkapital mit. Sie können noch einen Schritt weiter gehen und auch die RLB Kredite an die Strabag (und Töchterunternehmen) dann um 90% abwerten und auch aus den Aktiva nehmen.

Vielleicht schaffen Sie es auch das 10.000 Mio. Vermögen der Strabag zu erklären. Wo ist dieses Vermögen versteckt? So viele werthaltige Immobilien und Baumaschinen, offene Rechnungen, werthaltige Beteiligungen hat die Strabag eher nicht!

Antworten Antworten Tim2100 13.04.2015 16:06

Re: Re: Jetzt wird es für die Leverageweltmeister gefährlich – das Eigenkapital könnte blitzartig abfahren!

normalerweise rechnet der Parteilose ganz gut. Aber da steht er auf dem Schlauch.

Antworten Antworten Antworten Parteiloser 1.2 13.04.2015 17:35

Re: Re: Re: Jetzt wird es für die Leverageweltmeister gefährlich – das Eigenkapital könnte blitzartig abfahren!

Bist Du sicher?

Wenn bei den Aktiva plötzlich der Wert der Unternehmensbeteiligung auf Null geht, der Fremdkapitalanteil aber gleich bleibt, was passiert dann mit dem Eigenkapital?

Überleg Dir mal den Durchlauf von 3 x Hebeln wie bei Strabag und dann zur RLB!

Die schönen positiven Hebel, wennn es funktioniert, wirken dann genau umgekehrt, wenn es nicht funktioniert!

Antworten Antworten Antworten Antworten Tim2100 13.04.2015 20:19

Eindeutig Schlauch

Sorry, so funktioniert es nicht. ABER: eine gewisse Ähnlichkeit zum Firmenreich der Hypo Alpe Adria drängt sich förmlich auf.

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Parteiloser 1.2 14.04.2015 11:46

Re: Eindeutig Schlauch – Die Realität ist, wegen “Bewertung zu fair value” noch schlimmer als in meinem einfachen Bespiel gezeigt!

Die Realität bei der RLB NÖ/W ist offensichtlich noch viel schlimmer als mit meiner einfachen Berechnung aufgezeigt wurde. Die haben Massen an Unternehmensbeteilgungen mit “fair value” als Vermögenswerte als Aktiva, also teilweise weit über Buchwert und deren nominellen Anteil am EK.

Einfaches Vorwärtsbeispiel:

Unternehmen 1 mit 20% EK und 80% Krediten, Bilanzsumme 1 Mio., nimmt diese 100% an Kapital (1 Mio.) um im Unternehmen 2 das Eigenkapital von 20% zu sichern, weitere 80% wieder Fremdkapital. Durchgerechnet nun schon 5 Mio. Bilanzsumme mit 4,8 Mio. Fremdkapital. Weil das so herrlich war, so macht man diesen Schritt nochmal und hat ein Unternehmen mit einer Bilanzsumme von 25 Mio. , welches nominell gesunde 20% EKQ zeigt. Tatsächlich stehen aber nur 0,2 Mio. an wirklichen Eigenkapital zur Verfügung, also nicht einmal 1% EKQ! Wenn U3 gut läuft, vielleicht auch immer höher bewertet werden kann, dann leben U2 und U1 auch herrlich.

Geht U3 aber nicht, dann geht das Spiel es rückwärts:

ZB. Unternehmen 3 muss, egal aus welchen Gründen, in die Insolvenz. Da geht dem U2 das Vermögen plötzlich auf Null, die Verbindlichkeiten von 4 Mio. bleiben aber voll im U2 = Überschuldung = Bankrott. Auch wenn der Unternehmenswert von U3 nur um 50% fällt, dann geht U2 in die Überschuldung und muss in die Insolvenz. Von U2 auf U1 das gleiche Spiel.

Bei der RLB mit der Bewertung der Beteiligungen nach “fair value” ist rückwärts noch viel stärker betroffen als meine einfache Formel zeigte!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Parteiloser 1.2 14.04.2015 00:19

Unabhängig von den Schläuchen

Schau mal in den Geschäftsbericht. Ist im letzten 1/4 des Berichtes 2013 zu finden. Die Beteiligungen neben RZB/RBI sind unglaublich und auch unglaublich viele Holdings (die halten dann weitere Unternehmen mit herrlichen Hebeln?) dabei. Kaum vorstellbar, dass es möglich sein kann diese vielen Unternemen überhaupt zu führen oder zu kontrollieren. Das müssen Wunderwuzzies sein, wenn die das wirklich können.

Es wurde zwar die Gesamtsumme an diesen Beteiligungen (fair value Bewertung, meist weit über dem Buchwert) von 2012 auf 2013 reduziert, diese sind aber noch immer knapp 20% der Bilanzsumme gewesen, gut 5 Mrd. und damit mehr als das Eigenkapital. Wenn nur die Hälfte dieses angeblichen Vermögens wegen zB Insolvenz abhaut, dann ist zum gleichen Betrag das EK weg! Oben drauf noch das RBI/RZB Risiko und das normale Kreditrisiko von Banken (bei der RLB NÖ/W nur etwa 50% der Bilanzsumme).

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